entschärft.

Irritiert? Verunsichert?

Dann lohnt in jedem Fall der zweite Blick: Denn die Unschärfe, üblicherweise als Makel empfunden, wird sie hier zum Prinzip. Ein Prinzip, das etablierte Sehgewohnheiten herausfordert und hinterfragt.

Durch die Verfremdung dessen, was man als Realität zu kennen glaubt, entstehen neue Bilderlebnisse mit Raum für Assoziationen und Emotionen. 

So verbergen sich hinter ungefähren Farbflächen Menschengruppen, Bäume werden zu geisterhaften Silhouetten, Stadtansichten lösen sich genauso wie archetypische Bauwerke im Schemen auf.

Erstaunlich dabei ist, dass trotz – oder gerade wegen – dieser Abstrahierung das Gehirn typische Muster herausfiltert, diese mit bekannten Bildern abgleicht und Realitätsbezüge herstellt. Der Blick auf den venezianischen Canal Grande ist so typisch, dass er trotz Entschärfung sofort erkannt wird. Andere Motive wiederum bleiben rätselhaft, kaum zu entschlüsseln.

Der Grat zur völligen Auflösung bleibt mitunter schmal, denn das Bild entsteht nicht etwa durch Nachbearbeitung am Rechner, sondern im Moment der Aufnahme selbst. So passt die Magie des Augenblicks – oder eben nicht. Das Experiment mit den Sehgewohnheiten ist also auch ein Experiment mit der digitalen Aufnahmetechnik, die hier eher dem traditionellen, analogen Prozess ähnelt.

Interesse?
Entschärfte Fotos sind käuflich! In unterschiedlichen Formaten, auf Hartschaumplatte, Alu, Acryl, Holz oder auch als hochwertige Abzüge. Je nach Wunsch. Einfach nachfragen.

7 Blickwinkel – Ausstellung in Tübingen  |  18. Mai – 14. Juni 2019

Die Ausstellung in der Tübinger Kulturhalle zeigte Arbeiten von sieben Tübinger Fotografen mit ganz unterschiedlichen Bildsprachen und -motiven. Mit dabei waren Jochen Laun, Yvonne Berardi, Uli Metz, Cord Soehlke, Erich Fritz, Jürgen Suhr und ich (von rechts).

Während der sechswöchigen Laufzeit haben rund 1200 Menschen die Ausstellung besucht und insgesamt 68 Bilder erworben. Der Reinerlös von zusammen 7100 Euro ging an das Tübinger Sozialprojekt „Schwimmen für alle Kinder“. Diese Intitiative fördert junge Menschen dabei, das Schwimmen zu erlernen und zu verbessern. Spenden sind weiterhin willkommen.

 

Entschärft bei Marlowes

 

Das Online-Magazin Marlowes für Architektur und Stadt publiziert jeden Monat ein Foto-Essay, das ausgesuchte Fotografinnen und Fotografen mit einem Querschnitt ihrer Arbeiten zeigt. Im April 2019 präsentiert Marlowes Entschärft – unter anderem mit entschärften Architektur-Motiven.

 

Entschärft in der Stuttgarter Zeitung

In der Wochenendausgabe vom 23. Februar 2019 widmete die Stuttgarter Zeitung eine ganze Seite dem Experiment mit der Unschärfe – mit passenden Fotomotiven und einer sehr gelungenen Beschreibung der Idee.

KONTAKT

 

Armin Scharf | Aixer Str. 28 | D-72072 Tübingen
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