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AKTUELL

Entschärft beim Tag der offenen Ateliers in Tübingen

Französisches Viertel Tübingen | 1.12.2019

Entschärft?

Keine Sorge, das was Sie sehen, ist so. Sparen Sie sich den Gang zum Optiker, denn die Fotos hier sind und bleiben unscharf. Besser gesagt: entschärft. Also lassen Sie uns über Schärfe reden, respektive über die Entschärfung des Blickes.

Eigentlich haben unscharfe Fotografien eine ausgesprochen kurze Halbwertszeit, werden als unerwünschter Beifang hurtig aussortiert, weggelegt, entsorgt. Wenn Sie überhaupt noch entstehen, denn schlaue Algorithmen in unseren Kameras und Smartphones sorgen dafür, dass Aufnahmen (fast) immer gestochen scharf sind. Die ideale Fotografie von heute ist hyperscharf, technisch perfekt, digital bearbeitet und eindeutig.

Mehr sehen in der Unschärfe

Entschärfte Fotografien passen also nicht so richtig zu den überbordenden Bilderströmen, deuten sie doch nur mehr oder weniger an, bleiben im Ungefähren und irritieren, fordern den Blick heraus. Nicht jeder hält die Unschärfe aus, das ist normal. Wer es aber schafft, sich auf sie einzulassen, darf frei assoziieren oder versuchen, den Kern des Bildes zu entdecken. Das gelingt überraschend oft, nicht nur bei Stadtansichten oder Bauwerken, die ihren ikonografischen Charakter selbst nach der Entschärfung behalten. Umgekehrt werden aus banalen Alltags-Ansichten mitunter artifizielle und rätselhaft-entrückte Bildern.

Direkt aus der Kamera

Alle Entschärfungen finden übrigens im Moment der Aufnahme in der Kamera statt, nicht durch Nachbearbeitung, wie man vielleicht annehmen mag. Die Entschärfung bleibt stets ein Experiment, das eher dem traditionell-analogen Prozess ähnelt als der digitalen Aufnahmetechnik. Der Reiz der Entschärfung ist ihre Unberechenbarkeit, nicht alles gelingt, der Zufall des Augenblicks bleibt mächtig.

Entschärft, bewegt, überlagert

Begonnen mit der Idee, die Dinge unscharf abzubilden, habe ich etwa im Jahr 2010. Seitdem lote ich aus, was sich alles entschärfen lässt und wie sich dabei das Wesen des Abgebildeten verändert. Dabei bleibt es nicht, Bewegung, Überlagerung und Belichtung ergänzen inzwischen die Entschärft-Reihen. Was besonders wichtig ist: Es macht Spaß.

Mehr erfahren?

Sie möchten mehr über die Entschärfung erfahren, mehr Beispiele betrachten oder sich gar dauerhaft an einer entschärfte Fotografie erfreuen? Alles ist machbar – einfach nachfragen, per Mail oder Fon. Ich bin gespannt.

Tag der offenen Ateliers | 01.12.2019

Traditionell öffnen die Künstler des Französischen Viertels in Tübingen am ersten Wochenende im Dezember ihre Atelier-Türen. 13 Orte stehen in diesem Jahr auf der Liste, zu sehen sind Malerei, Objekte, Grafik, Materialarbeiten und Fotografie.

Auch mein Büro gehört zu den 13 Orten, dort werden grafische Arbeiten von Birgit Riegger und entschärfte Fotos zu sehen sein. Den musikalischen Rahmen wird Thomas Maos mit elektronischen Gitarrenkompositionen aufziehen.

7 Blickwinkel – Ausstellung in Tübingen  |  18. Mai – 14. Juni 2019

Die Ausstellung in der Tübinger Kulturhalle zeigte Arbeiten von sieben Tübinger Fotografen mit ganz unterschiedlichen Bildsprachen und -motiven. Mit dabei waren Jochen Laun, Yvonne Berardi, Uli Metz, Cord Soehlke, Erich Fritz, Jürgen Suhr und ich (von rechts).

Während der sechswöchigen Laufzeit haben rund 1200 Menschen die Ausstellung besucht und insgesamt 68 Bilder erworben. Der Reinerlös von zusammen 7100 Euro ging an das Tübinger Sozialprojekt „Schwimmen für alle Kinder“. Diese Intitiative fördert junge Menschen dabei, das Schwimmen zu erlernen und zu verbessern. Spenden sind weiterhin willkommen.

 

Entschärft bei Marlowes

 

Das Online-Magazin Marlowes für Architektur und Stadt publiziert jeden Monat ein Foto-Essay, das ausgesuchte Fotografinnen und Fotografen mit einem Querschnitt ihrer Arbeiten zeigt. Im April 2019 präsentiert Marlowes Entschärft – unter anderem mit entschärften Architektur-Motiven.

 

Entschärft in der Stuttgarter Zeitung

In der Wochenendausgabe vom 23. Februar 2019 widmete die Stuttgarter Zeitung eine ganze Seite dem Experiment mit der Unschärfe – mit passenden Fotomotiven und einer sehr gelungenen Beschreibung der Idee.

KONTAKT

 

Armin Scharf | Aixer Str. 28 | D-72072 Tübingen
Fon 0049-7071-152754 | Fax 0049-7071-157505
Mail info(at)bueroscharf.de